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Christian Mittermeier tischt auf

Food Pairing mit Früchtebrot

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Advent steht vor der Tür, eine Zeit, die ich mit allen Sinnen genieße. Nostalgie pur ist für mich die Sitte, für sich und seine Lieben ein Hutzelbrot zu backen und zu verschenken. Sie mögen kein Hutzelbrot? Dann haben Sie einfach noch kein gutes gegessen. Oder es mit langen Zähnen pur genossen. Kann man – muss man aber nicht! 

Kardamom, Anis, Zimt und Orangeat, so riecht Weihnachten! Meine Großmutter pflegte diesen Duft in Form eines Gewürzkranzes im ganzen Haus zu verbreiten. Die dazugehörigen Aromen packte sie in ihr Früchtebrot, das sie bereits im November buk, um es dann einige Wochen reifen zu lassen bevor sie es mit uns teilte.

 

Eine Tradition, die ich wie selbstverständlich übernommen habe. Auch ich backe Früchtebrot – genauso wie Lebkuchen – mit einigen Wochen Vorlauf. Denn nur dann durchdringen die verschiedenen Gewürze und Geschmackstoffe das ganze Gebäckstück. Beim Einwickeln arbeite ich mit zwei Schichten: erst Klarsicht-, dann Aluminiumfolie. Dann lege ich das Ganze einfach in die Speisekammer und überlasse es bei Zimmertemperaturen sich selbst. Das Ergebnis: unglaublich aromatisch! Geduld zahlt sich folglich aus.

 

Wie jeder passionierte Koch erlaube ich mir jedoch ein paar Abwandlungen der klassischen Rezeptvarianten. Und so gehe ich auch beim Backen von Lebkuchen und Früchtebrot gerne meine eigenen Wege. Will heißen:

  • Nüsse werden grundsätzlich angeröstet und auch mal variiert.
  • Gewürze verwende ich am liebsten grob gemahlen – so tritt bei jedem Bissen ein anderes Gewürz in den Vordergrund.
  • Zitronat und Orangeat stelle ich selber her.

Und auch beim Kochgerät halte ich es nicht mehr wie meine Oma, denn: Früchtebrot backe ich vorzugsweise in meinem AEG Kombi-Dampfgarer. Denn durch die gleichmäßige Zugabe von Dampf kann dabei nichts austrocknen.

Kombinieren macht Früchtebrot-Fans

Sie mögen Früchtebrot überhaupt nicht, würden es nie selber backen, bekommen aber alle Jahre wieder eines geschenkt? Bevor Sie es weiterverschenken oder an die Karnickel verfüttern, probieren Sie doch einmal folgende Varianten des Hutzelbrot-Genusses:

 

  • Ultimativer Wintersalat: Hutzelbrot in millimeterdünne Scheiben schneiden – am besten so dünn, dass sie sich wellen. Damit einen winterlichen Feldsalat garnieren, dazu dünn geschnittene Walnüsse, geröstete Kürbiskerne oder Nüsse und karamellisierte Apfelspalten. Abschmecken mit Himbeeressig und Traubenkernöl. Sensationell!
  • Weihnachtliches Dessert: Hutzelbrot-Trifle – toppt jedes Tiramisu! Dazu das Früchtebrot mit Rum tränken und schichtweise mit englischer Creme oder Vanillepudding und Marmelade in ein Glas geben – letztere darf gerne ganze oder grob zerteilte Früchte enthalten. Wichtig: die einzelnen Schichten sollten sichtbar sein, am schönsten sind 6 Schichten übereinander.
  • Ausgefallene Vorspeise: Früchtebrot -Schnittchen, alternativ belegt mit Blauschimmelkäse oder geräuchertem Schinken. Edelversion: Cecina, gereift vom Ochsen. Und auch als Beigabe zu Gänseleberterrine oder Kalbsleber macht Früchtebrot eine tolle Figur!
  • Aromatischer Snack: Früchtebrot überbacken mit Raclettekäse servieren.   

Klingt gut – und ist es auch! Vermutlich haben Sie im vergangenen Jahr das letzte Mal ein Hutzelbrot links liegen gelassen. Und vielleicht werden Sie ab sofort sogar Ihr eigenes backen. In diesem Sinne: Willkommen im Club! Damit der Einstieg auch gelingt, verrate ich heute mein persönliches Rezept für Früchtebrot. Hohoho!

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Autor: Christian Mittermeier

Das sympathische Allroundtalent Christian Mittermeier betreibt nicht nur äußerst erfolgreich sein Hotel und Restaurant „Villa Mittermeier“, sondern erzeugt auch seinen eigenen Wein und bietet Kochkurse an. Als Autor schreibt und bloggt der bodenständige Franke zudem über seine Leidenschaft für das Kochen, hochwertige Zutaten und kulinarische Genüsse. In der AEG Taste Academy gibt Christian in diesem Jahr Einblicke in das Thema „Taste Matters“.