Zuckerfrei Backen: Joghurt-Kuchen mit Apfelstücken

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Ein zuckerfreies Leben – ist das überhaupt umsetzbar? Der Gastbeitrag von Steffi von KochTrotz.de hat mich zum Nachdenken gebracht. In diesem beschreibt sie, welche Möglichkeiten es für das Backen und Kochen ohne Zucker gibt. Ich bin neugierig geworden und habe ein wenig recherchiert zum Thema Ernährung ohne Zucker. Rezepte sind keine Seltenheit – so mein Fazit. Und die meisten hören sich sogar richtig lecker an.

Weil ich in letzter Zeit verstärkt darauf geachtet habe, wie viel ich von der so oft kritisierten Süße den Tag über zu mir nehme, wollte ich nun unbedingt einen „cleanen“ Kuchen backen. Auf dem Blog Katharina kocht bin ich auf ein Rezept für einen Apfelkuchen ohne Zucker gestoßen. Die Bloggerin schlägt eine Variante mit dem süßen Ersatz Xylit vor. Die Zubereitung funktioniert aber auch mit anderen Alternativen. Weil ich neugierig war, wie die verschiedenen Süßstoffe schmecken und welche Möglichkeiten sie in der Küche bieten, habe ich einen Kuchen mit Xylit und einen zweiten mit Agavensüße gebacken.

Zuckerfreie Ernährung: Mit Xylit fällt’s ein bisschen leichter

Xylit ist im Reformhaus erhältlich und mit zehn Euro pro 600 Gramm nicht ganz günstig. Der Zucker-Ersatz wird aus Holz gewonnen und hat eine ähnliche Süßkraft wie Haushaltszucker – dabei aber um 40 Prozent weniger Kalorien. Xylit tut jedoch nicht nur der Figur gut, sondern angeblich auch den Zähnen. Denn der pure Genuss soll Karies vorbeugen. Wie dem auch sei: Xylit enthält weder Glukose noch Fruktose und ist somit zum Beispiel gut für Diabetiker geeignet.

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Agavensüße hingegen besteht zu rund 80 Prozent aus Fruktose, also Fruchtzucker. Das ist deutlich mehr als beispielsweise Honig enthält. Damit ist sie kein guter Ersatz für diejenigen, die weitestgehend auf Zucker verzichten möchten. Eher für Genießer, die in der Küche weniger Gerichte mit raffinierter Süße zubereiten wollen. Oder für Veganer, denen es darum geht, ein nicht-tierisches Produkt zu verwenden. Heißt: Agavensüße genauso sparsam und verantwortungsbewusst benutzen wie herkömmlichen Haushaltszucker.

Apfelkuchen ohne Zucker schmeckt genauso gut wie der Klassiker

Ich habe also mit beiden Zucker-Alternativen einen Apfelkuchen zubereitet. Beide Varianten waren sehr lecker. Ich habe meine Kollegen blind probieren lassen und alle meinten, sie würden keinen Unterschied zu einem „normalen“ Kuchen schmecken.

Interessant: Frauen gefiel die Xylit-Variante am besten, Männer bevorzugten die Agavensüße. Während der Geschmack beider Kuchen-Versionen sehr ähnlich war, unterschieden sie sich ein wenig in der Konsistenz. Der Teig des Xylit-Backwerks war ein wenig fester und trockener. Der Kuchen gebacken mit Agavensüße war sehr saftig, die Apfelstücke haben sich aber nicht gut verteilt und sind ein wenig nach unten gerutscht. Allgemein lässt sich festhalten, dass es geschmacklich keinen bemerkenswerten Unterschied zu einem Kuchen mit Zucker gibt. Vor allem Xylit, das sich im Verhältnis 1:1 wie Zucker einsetzen lässt, überzeugt.

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Neugierig geworden? Hier findest du das Rezept, das ich ausprobiert habe.

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