Warum die Ofenkartoffel ihren Silbermantel verlor

Kartoffeln

Geht es Ihnen auch so? Sobald die Sonne ein bisschen kräftiger vom Himmel scheint, ist mir nach Grillen und leichter Küche. Und ganz von selbst stellt sich ein Gast ein, den ich schon lange nicht mehr auf dem Teller hatte: die Ofenkartoffel. Für mich die Königin aller Knollen und Gemüsesorten, denn sie macht immer etwas her. Solo ebenso wie als Begleiterin. Zubereitet im Dampfgarer kommt sie völlig unprätentiös ohne ihren silbernen Mantel aus – und ist schneller einsatzbereit. God save the Queen!

Kartoffel ist nicht gleich Kartoffel – das muss ich Ihnen sicherlich nicht sagen, das hat sich inzwischen herumgesprochen. Rund 5.000 verschiedene Sorten soll es weltweit geben. Mir reicht die althergebrachte Einteilung in mehlig kochend, vorwiegend festkochend und festkochende Kartoffeln. Für die klassische Ofenkartoffel bevorzuge ich mehlig kochende mit fester Schale. Sie sind zarter, lassen sich leicht auslöffeln und nehmen Soße leichter auf als festkochende Sorten.

Kartoffeln

Es kommt nicht von ungefähr, dass die Ofenkartoffel gleichermaßen unter dem Pseudonym Folienkartoffel bekannt ist. Denn in der Regel wird sie in Silber- bzw. Alufolie gehüllt, bevor sie den Gang in den Backofen antritt. Warum eigentlich? Beim Garen über offenem Feuer liegt die Antwort auf der Hand: die Folie schützt die Kartoffel vor Asche und Schmutz. Doch auch im Backofen ist der Schutzmantel nötig, denn er verhindert das Austrocknen der Edelknolle.
Folienkartoffeln garen im herkömmlichen Ofen rund eine Stunde lang im Heißluftprogramm – bei Höchsttemperaturen von 220-230°C. Ohne Schutzmantel würden sie unschön zusammenschrumpeln. Ich spare mir die Umstände, dem Regenwald ein paar Bäume und der Atmosphäre das für die Folienproduktion anfallende Kohlendioxid: ich lasse die Folie einfach weg. Denn ich gare meine Ofenkartoffel in meinem Steamer – dem AEG SteamPro Dampfgarer BSE792220B.

Ofenkartoffel im Dampfgarer schneller und bequemer
Die Entscheidung pro Dampf bringt einen weiteren Vorteil mit sich: die Zubereitungszeit kann um gut 15 Minuten verkürzt werden – bei zarterem Ergebnis. Wer meistens last minute kocht, wird sich über diese Nachricht freuen.

Zwei Dampfprogramme des AEG ProSteam bringen die Kartoffel ganz groß raus. Je nachdem, ob ich es eilig habe oder nicht, kommt das eine oder andere zum Einsatz:

Für Eilige: Ofenkartoffel im Dampfgarprogramm „Feuchtgaren / Feuchtigkeit niedrig“
Die Kombination aus Dampf und Heißluft bringt durch Gartemperaturen über 100 °C Tempo in die Zubereitung – ohne die Kartoffel auszutrocknen. Einstellungstipp: Temperatur 190°C. Mittelgroße Kartoffeln sind dann nach ca. 45 min fertig.

Ofenkartoffel

Für Perfektionisten: Ofenkartoffel im VITAL-Dampfgarprogramm
Diese Garmethode setzt zu 100% auf Dampf und entspricht dem Kartoffel kochen im Topf. Ich wähle dafür eine Temperatur von 99°C und das Umluftprogramm. Hier dauert das Garen etwas länger als bei der Ofenkartoffel-Variante – nämlich ca. 70 Minuten bei mittelgroßen Knollen. Dafür werden – im Gegensatz zur Kochtopfmethode – keine Geschmackstoffe ausgewaschen. Aroma total! Das Ergebnis ist in jedem Fall königlich – ganz ohne Silbertand! Obwohl: so ganz nullachtfünfzehn muss sie ja nicht auf den Teller kommen, unsere Ofenkartoffel. Deshalb serviere ich sie gerne mit Dips, die noch nicht jeder kennt. Mein aktueller Favorit: Kapern-Sardellen-Creme. Katapultiert meine Geschmacksnerven mir nichts, dir nichts nach Süditalien. Und da dort ja derzeit eindeutig angenehmere Temperaturen herrschen als bei uns, bin ich zumindest in Gedanken so der Sonne ein Stück näher!
Hier geht’s zum Rezept für Sommer auf dem Teller und die perfekte Ofenkartoffel

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