Parole: selber machen!

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Mag sein, ich stehe mit meiner Haltung alleine da, aber Tatsache ist: Essen und Trinken sind für mich eine höchst intime Angelegenheit. Was sonst, bitteschön, lassen wir näher an uns heran, als unsere Nahrung? Deshalb weiß ich auch immer gerne, was ich auf dem Teller habe. Am liebsten ist mir Hausgemachtes – DAS Qualitätsversprechen schlechthin.

Denn, so meine ich: wer ein Produkt selber herstellt, der weiß auch was drin ist und wie es gemacht wurde. Und er steht mit seinem Namen dafür. Eine Rechnung, die für viele kleine Erzeuger zunehmend aufgeht. Denn: immer mehr Menschen wird bewusst, dass der Kauf von Lebensmitteln echte Vertrauenssache ist. Ein gutes Zeichen! Die Chancen, dass letzten Endes doch noch das Gute in Form von qualitativ hochwertigen und sauber erzeugten Lebensmitteln siegt, stehen nicht schlecht. Und man muss ja gar nicht alles kaufen. Das ein oder andere kann man sogar selber machen – und das ohne sich gleich von anderen Freizeitaktivitäten verabschieden zu müssen.

Klar, bequemer ist es, eine Packung mit ansprechendem Etikett in den Einkaufswagen zu legen. Aber: das Gefühl, einen selbstgemachten Joghurt zu genießen oder sogar anderen zu präsentieren, ist das bisschen Aufwand wert – und wohlgemerkt: mehr als ein bisschen ist es nur selten!

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Selbstmacher sehen die Dinge mit anderen Augen

Sicher, werden Sie jetzt sagen, der Mittermeier ist ja auch ein Profikoch, dem geht alles viel schneller von der Hand als Otto Normalverbraucher. Da  haben Sie recht – weshalb ich ja auch nicht zur totalen Konsumverweigerung aufrufen möchte. Aber: schon ein paar wenige, selbst erzeugte Nahrungsmittel helfen, ein gesundes Bewusstsein für qualitativ gute Produkte zu entwickeln. Und für die Mühe, die mit ihrer Herstellung verbunden ist.

Denn wer zum ersten Mal aus einem einzigen Päckchen Radieschensamen die eigene Ernte eingefahren hat, empfindet nicht nur Gärtnerstolz. Nein, er weiß auch, mit wie viel Aufwand er seine Schützlinge vor dem Verdursten und diversen nächtlichen Schneckenattacken bewahrt hat. So gewandelt geht er das nächste Mal mit ganz anderen Augen über den Wochenmarkt und akzeptiert, dass ordentliche Gurken und Salatköpfe für ein paar Cent nicht zu haben sind – denn auch der Bauer möchte sein Auskommen haben.

Chutneys, Joghurt, Eis, Kimchi – alles halb so wild

Do it yourself muss sich ja aber nicht unbedingt in der Aufzucht von Nahrungsmitteln manifestieren. Für mich als Koch liegt der nächste Schritt näher, die Weiterverarbeitung. Mein Tipp für Einsteiger:

– Brot
– Joghurt oder Eis
– Einmachen von Obst oder Gemüse

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Die Herstellung dieser Dinge ist denkbar einfach, wird aber von Dritten mit großer Bewunderung wahrgenommen. Aktuell hippes Thema: fermentiertes Gemüse. Bisher nur von Rohkostfanatikern geschätzt, erfreut es sich inzwischen auch bei einer breiteren Genießercommunity zunehmender Beliebtheit. Gemeint ist Gemüse wie Kohl, Karotten, Rote Bete etc., das zunächst gehobelt oder geraspelt, anschließend für ca. eine Woche in eine ca. 6-prozentige Salzlake gelegt und dann kühl gelagert wird.

Schon nach wenigen Tagen beginnt es zu gären, denn enthaltener Zucker und Stärke werden in Milchsäure umgewandelt. Das Ergebnis: ein gesundes Lebensmittel, das unsere Darmflora und Abwehrkräfte stärkt. Ein typisches Beispiel für fermentiertes Gemüse ist Kimchi, das in Korea fast zu jeder Mahlzeit serviert wird –  als Beilage, Eintopfbestandteil, ja sogar als Füllung für Teigtaschen.

Süßschnäbeln empfehle ich dagegen für den Anfang die Herstellung von Joghurt (extrem einfach im AEG Dampfgarer – der hat nämlich eine spezielle Joghurt-Funktion) Eis oder aber Marmeladen oder Chutneys. Letztere sind ideale Begleiter zu Käse, Grillfleisch, Fisch oder geröstetem Brot – und damit perfekt für die kommenden Sommerwochen. Und praktisch: als Mitbringsel sind sie nahezu unschlagbar, weil eben hausgemacht!

 

Hier geht’s zum Rezept: Buntes Mango-Zucchini-Chutney

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