Obst und Gemüse, Fisch und Fleisch: So lässt sich Qualität erkennen

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Das Genusserlebnis beginnt bereits beim Einkauf der Zutaten. Ihre Herkunft und Qualität sind wesentlich für den perfekten Geschmack und eine gesunde Ernährung – das gilt gleichermaßen für Obst und Gemüse, Fisch und Fleisch. Am besten schmecken diese Lebensmittel natürlich aus dem eigenen Garten oder aus der eigenen Zucht. Denn neben dem Geschmack, spielt auch das Wissen über die Herkunft und die Produktionsweise unseres Essens eine Rolle für das Genusserlebnis. Doch nicht jeder genießt den Luxus eines Gartens oder etwa einer Hühnerzucht. Deshalb geben wir hier Tipps, wie sich gute Qualität von Lebensmitteln erkennen lässt und so gesundes Essen gelingt.

Der Griff in die Chipstüte oder schnell ein aufgewärmtes Fertigessen – weil es so schön einfach und der Jieper auf Fast Food manchmal zu groß ist, können wir industriell verarbeitetem Essen nicht widerstehen. Eine gesunde Ernährung sieht jedoch anders aus. In der Episode Source unserer Tasteology-Dokumentation sagt der Foodjournalist Mark Schatzker: „Aromen sind die chemische Sprache des Verlangens. Sie bringen Millionen Menschen dazu, zu essen, was sie nicht essen sollten. Jeder, der echte, unbehandelte Lebensmittel kauft, merkt, dass solche Lebensmittel am besten schmecken.“ Wer möglichst viele frische Lebensmittel kauft und sie selbst zubereitet, ist damit auf der sicheren Seite.

Obst und Gemüse –  so regional und saisonal wie möglich

Es mag mittlerweile fast wie eine Binsenweisheit klingen: Wer auf Umweltfreundlichkeit achtet, sollte regionales Obst und Gemüse kaufen. Denn je kürzer Apfel, Birne, Zucchini und Co. unterwegs waren, desto frischer kommen sie im Laden an. Für die Frische gilt: Das Obst und Gemüse sollten knackig aussehen und keine Druckstellen haben. Beim Salat beispielsweise ist ein heller Strunk ein Zeichen für Qualität, Äpfel sollten noch einen fest verankerten Stiel haben. Weitere Qualitätsmerkmale: das EU- und das deutsche Biosiegel. Sie garantieren eine niedrige Pestizidbelastung und höhere ökologische Standards. Wer Obst und Gemüse außerdem nur nach saisonaler Verfügbarkeit kauft, kann sich sicher sein, dass die Lebensmittel weder lange Transportwege hinter sich haben noch aus energieintensiver Kühllagerung stammen. Auch das ist ein wichtiger, umweltschonender Indikator für Qualität und Geschmack.

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Fleisch – Haltung und Fütterung beeinflussen den Geschmack

Die Frische von Fleisch lässt sich an der Farbe erkennen. Diese sollte schön kräftig sein. Rindfleisch ist tendenziell dunkelrot, Schweine- und Hühnchenfleisch eher rosa. Haltung und Fütterung der Tiere wirken sich auf den Geschmack des Fleisches aus. Darüber hinaus enthält Fleisch aus industrieller Tierhaltung häufig Rückstände von Antibiotika. In Bezug auf die Qualität spielt auch die Schlachtung eine Rolle. Oft werden Tiere über weite Strecken zum Schlachthof transportiert, was sie unter Stress setzt. Dadurch erhöht sich ihr Adrenalinspiegel und das Fleisch der Tiere wird zäh. Daher lohnt sich der Kauf von Fleisch, dessen Herkunft man sich sicher sein kann.

Frischer Fisch – schau ihm in die Augen, Kleines

Ein Fisch ist frisch, wenn seine Augen klar sind, seine Schuppen glänzen und die Kiemen rosa und fest sind. Ein weiteres Kriterium ist der Geruch. Riecht das Meerestier zu intensiv, sollte es besser nicht im Einkaufskorb landen. Wer sich über die Herkunft Gedanken macht, sollte keine Fischart kaufen, die als überfischt gilt – wie etwa Schillerlocke oder Rotbarsch. Der WWF gibt zu diesem Thema regelmäßig einen Einkaufsratgeber heraus. Außerdem bieten Siegel wie etwa das MSC-Siegel für nachhaltig gefangenen Wildfisch und das Siegel des Anbauverbands Naturland für Öko-Zuchtfische weitere Orientierung.

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