Nudeln aus Algen machen klassischer Pasta Konkurrenz

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Während Algen und Seetang in vielen asiatischen Ländern zu den Grundnahrungsmitteln zählen, sind sie hierzulande nicht gerade als alltägliche Zutat bekannt. Dabei können Nudelgerichte der etwas anderen Art für ordentlich Abwechslung in der Küche sorgen. Dieses Potenzial hat auch das niederländische Startup Seamore erkannt und das Produkt „I sea pasta“ auf den Markt gebracht. Die Nudeln aus Algen sind eine kalorienarme und geschmacksneutrale Alternative zu klassischer Pasta – und die Pasta Rezepte vielseitig.

Begonnen hat die Geschichte von Seamore während eines Urlaubs auf Ibiza. Unternehmensgründer Willem Sodderland hatte sich in einem Restaurant einen Seetangsalat bestellt. Als aufgetischt wurde, sah er auf den ersten Blick nur Nudeln. Und auch beim Essen fragte er sich immer wieder, ob ihm möglicherweise eins der Nudelgerichte serviert wurde. Doch die Kellnerin versicherte ihm, dass er tatsächlich Seetang auf dem Teller hatte. Das war die Geburtsstunde von Sodderlands Geschäftsidee. Warum kohlehydratreiche Pasta nicht einfach gegen leichte Algen beziehungsweise Seetang austauschen?

Pasta aus dem Meer: Seetang kommt als Spaghetti auf den Teller

So gründete der Unternehmer vor etwa zwei Jahren in Amsterdam Seamore. Sein erstes Produkt „I sea pasta“, Tagliatelle aus Algen, besteht zu 100 Prozent aus Seetang, genauer gesagt aus Riementang (Himanthalia elongata). Diese Braunalgenart kommt in der Nord- und Ostsee sowie im Nordostatlantik vor. Der Seetang für „I sea pasta“ lässt Seamore an der irischen Atlantikküste in der Region Connemara sowie in der französischen Bretagne ernten. Die Herkunft „schmeckt man der Pasta nicht an“. Nudeln aus Seetang haben keinen markanten Geschmack und auch ihre Konsistenz ähnelt dem klassischen Produkt.

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Spaghetti aus Algen: vielfältige Nudelgerichte

Die Pasta-Alternative aus dem Meer punktet mit verschiedenen Vorteilen. So enthalten Algen verschiedene Nährstoffe und Vitamine – etwa Eisen, Omega-3-Fettsäuren und Antioxidantien. Ein weiteres Plus für alle, die sich kalorienbewusst ernähren: Die Algen Spaghetti haben rund 85 Prozent weniger Kalorien als klassische Pasta. Außerdem zählen Meeresalgen zu den größten ungenutzten Ressourcen der Erde. Dabei reichen gerade einmal 100 Gramm aus, um etwa fünf Leute satt zu bekommen.

Seegras Pasta Rezepte: Inspiration für Neugierige

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„I sea pasta“ kann in Deutschland sowohl online als auch offline gekauft werden. Hier findest du eine Übersicht für weitere Inspiration für die Zubereitung.

 

 


>> Hier geht’s zu einem weiteren Rezept: Pasta Roquefort

Rezept für Seegras Pasta Bolognese (für 4 Personen)
100g Tagliatelle aus Algen
alternativ: 50g Seegras Pasta und 80g klassische Tagliatelle
500g Hackfleisch
1 Dose passierte Tomaten
12 Cherry Tomaten
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 TL Tomatenmark
1 Spritzer Balsamico-Essig
Italienische Kräuter
Nudeln aus Algen machen klassischer Pasta Konkurrenz
  1. Tagliatelle 20 Minuten lang kochen und danach weitere 20 Minuten im warmen Wasser ruhen lassen. Wenn es zu stark „nach Meer riecht“, einfach etwas Zitrone, Ingwer oder Essig ins Wasser geben – das neutralisiert.

  2. Währenddessen Zwiebel klein schneiden und in einer Pfanne anbraten. Anschließend das Hackfleisch hinzugeben. Nach etwa fünf Minuten das Tomatenmark, den Balsamico-Essig und den zerkleinerten Knoblauch ergänzen. Danach passierten Tomaten sowie die Cherry Tomaten untermischen. Die Hitze ein wenig reduzieren und italienischen Kräuter zu der Soße geben.

  3. Tagliatelle abgießen, abwaschen und mit der Bolognese vermischen.

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