Mission krosse Kruste: Schweinsbraten aus dem Kombidampfgarer

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Schweinsbraten mit richtig krosser Kruste. Das fällt selbst einem Food Blogger schwer. Petra Hammerstein von „Der Mut Anderer“ hat die Zubereitung mit dem ProCombi Plus Multi-Dampfgarer ausprobiert. Für unseren Blog fasst sie ihre Erfahrungen zusammen.

Vor einiger Zeit bin ich in einen Stadtteil gezogen, den ich bisher noch nicht so gut kannte. Wenn ich eine neue Umgebung erkunde, interessiere ich mich vor allem für die Einkaufsmöglichkeiten und die Restaurants. Einige Lokale habe ich bereits getestet. Letztens gab es Schweinsbraten. Bei dieser Gelegenheit habe ich einmal mehr festgestellt, dass es oft an der Kruste hapert: entweder ist sie kaum vorhanden oder sie ist ledern.

Chance auf die perfekte Kruste: Schweinsbraten aus dem Kombidampfgarer

Ich weiß, wie schwierig es ist, die perfekte Kruste beim Schweinsbraten hinzubekommen. Schon oft habe ich dieses Gericht gekocht und auch mir ist die perfekte Zubereitung im Ofen nicht gelungen. Auch die häufig empfohlene Methode, die Hautseite erst nach unten zu legen, sie so anzukochen und anschließend einzuschneiden, hat nicht funktioniert. Jetzt gibt es aber Hoffnung. Denn in meiner neuen Wohnung habe ich nun auch neue Geräte in der Küche. Etwa den ProCombi Plus Multi-Dampfgarer.

Den Schweinsbraten, eine zwei Kilogramm schwere Schulter, habe ich auf dem Bauernmarkt gekauft. Für die Soße habe ich mir noch zwei Rippchen einpacken lassen. Der Metzger hat vorab schon einmal die Schwarte des Bratenstücks eingeschnitten, die Rippchen habe ich selbst mit dem Beil klein gehackt. Das Fleisch wird vor dem Garen gemeinsam mit dem Gemüse angebraten. Danach kommt es in den ProCombi und gart dort viereinhalb Stunden lang bei 120 Grad Heißluft. Danach stellt man auf Heißluftgrillen mit einer Temperatur von 180 Grad um. Während der Garzeit konnte ich zusehen, wie nach und nach ein Schwartenstückchen nach dem anderen aufpoppte.

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ProCombi: Leckere Gerichte dank Kombination von Dampf und Heißluft

Nur die Soße machte mir ein wenig Sorgen. Sie war geschmacklich zwar sehr gut, ihre Farbe jedoch ein wenig zu blass. Weil der Braten aber noch nicht fertig war, übte ich mich in Geduld. Nach einiger Zeit bildeten sich am Bräterrand Röstaromen, die der Soße letztlich eine schöne Farbe und das typische Schweinsbratenaroma verliehen. Die leckeren Schweinerippchenstückchen gehören übrigens immer dem Koch oder Köchin – in diesem Falle mir – und helfen, die wachsende Ungeduld zu überbrücken. Also: an den Rippchen knabbern und nebenbei die Soße durch ein Sieb in einen Topf gießen. Der Schweinsbraten ruht währenddessen im ausgeschalteten Gerät bei geöffneter Tür. Für mich gehören übrigens Kartoffelknödel unbedingt zu diesem Gericht dazu – selbstgemacht natürlich, im Inneren mit in Butter gerösteten Weißbrotstückchen und obendrauf mit Butterbröseln garniert.

Schweinsbraten mit knuspriger Schwarte und perfekt gegartes Fleisch

Insgesamt war ich vom Endergebnis mehr als überzeugt. Die Schwarte war super knusprig, das Fleisch perfekt gegart und die Bratensoße fantastisch klar. Die Kruste ist übrigens so sehr in die Breite gegangen, dass ich einen extra Streifen mit servieren konnte. Übrigens: Man kann niemals zu viel Schweinebraten zubereiten. Denn kalt aufgeschnitten schmeckt er super auf Brot oder zu frischen Brezen.

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Zutaten für Schweinebraten mit halbseidenen Knödeln
Zutaten für Schweinebraten
2 kg Schweineschulter, Schwarte vom Metzger eingeschnitten
2 Schweinerippchen kleingehackt
1 kleine Pastinake
1 kleine Petersilienwurzel
1 mittelgroße Karotte
1 Zwiebel
1 EL Öl
Salz
Pfeffer aus der Pfeffermühle
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Zutaten für halbseidene Knödel
500 gramm vorwiegend festkochende Kartoffeln
175 gramm Kartoffelstärke
0,2 l Milch
1 Semmel vom Vortag
2 EL Butter
4 EL Semmelbrösel
  1. Braten und Schwarte gut einsalzen
    Ofen auf Heißluftgaren bei 120° einstellen
    Von Karotte, Pastinake und Petersilienwurzel den Strunk abschneiden und der Länge nach halbieren
    Zwiebel schälen und vierteln

  2. Öl im Bräter auf dem Ofen erhitzen, den Braten und die Rippchen-Stücke mit dem Gemüse darin anbraten
    0,2 l Wasser aufgießen
    Für 4 1/2 Stunden bei Niedrigtemperatur garen

  3. Ofenprogramm auf 180° Heißluftgrillen einstellen und ca. 20 Minuten grillen, bis die ganze Kruste aufgepoppt ist
    Ofen ausschalten

  4. Fleisch auf ein Blech legen und im Ofen – bei etwas geöffneter Türe – ruhen lassen
    Röststoffe mit einem Pinsel von den Soßenrändern lösen, dann Soße durch ein Sieb in einen Topf gießen

  5. Setzen lassen und das Fett oben abschöpfen, dann mit Salz abschmecken
    Gegen die Faser in Scheiben schneiden und mit heißer Soße und Knödeln servieren

  6. Zubereitung halbseidene Knödel

  7. Kartoffeln kochen, schälen und heiß durch die Presse drücken
    Ausgebreitet ausdampfen und abkühlen lassen

  8. Kartoffelstärke zugeben, salzen und die Kartoffeln bröselig damit vermischen
    Milch erhitzen, zu den Kartoffeln geben und alles zu einem Teig verarbeiten

  9. Semmel würfeln und in 1 EL Butter kross braten
    Knödel rund rollen und in der Hand flachdrücken
    Mit je 3 Semmelstücken füllen und wieder zum Knödel formen

  10. In kochendes, gesalzenes Wasser legen, aufkochen lassen und 5 Minuten leicht sieden
    Hitze abstellen und 15 Minuten ziehen lassen
    In 1 EL Butter die Semmelbrösel anbraten, diese auf dem Teller auf die Knödel geben

– Beiträge und Kommentare –

Kommentare

  1. Ich habe mich zwar etwas gewundert bei 30°C eine Mail über diesen Blog zu bekommen -> Thema Schweinebraten.

    Aber ich war neugierig und es hat sich mal wieder so richtig gelohnt. Es mag draußen momentan super warm sein -> aber da habt ihr ja was gezaubert. Die Kruste auf dem Bild sieht mega lecker aus und das mit einem Kombidampfgarer? Klasse!

    Habe mir mal gleich das Rezept notiert, wobei meine Frau und Ich das wohl eher bei kaltem Wetter zubereiten werden.

    Viele sonnige Grüße
    der Franky

  2. Pingback: Schweinebraten mit Bilderbuchkruste für AEG Geschmackssachen - Der Mut Anderer.de - Der Mut Anderer.de

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