Mein Balkongarten: Grüne Pracht mitten in der Stadt

Tomate, Knoblauch, Öl, Salz, Frisch, Balkon

Wer säen, pflanzen und ernten will, braucht dafür weder Acker noch Garten. Es reichen auch ein paar Quadratmeter Balkon. Hier erfährst Du, welche Gemüsesorten, Blumen und Kräuter besonders gut auf Deinem Stadtbalkon gedeihen. Dazu gibt es ein Rezept für kulinarischen Hochgenuss alla Casa.

Aubergine

Gegrillt, gegart oder im Ofen gebacken: Die Aubergine ist vielseitig einsetzbar und gehört einfach zum Sommer. Das Nachtschattengewächs mag es warm und verträgt keinen Frost. Daher sät man die Aubergine zunächst in einem mit Glas abgedeckten Behälter aus und lässt sie im Haus keimen. Mitte Mai kannst Du sie dann in einen Kübel umtopfen und auf den Balkon stellen.

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Paprika

Wie der Chili stammt auch die Paprika ursprünglich aus Mittel- und Südamerika. Und auch sie mag es heiß! Das sonnige Klima auf einem Südbalkon liegt ihr, allerdings erst ab Mitte Mai, wenn es nachts keinen Frost mehr gibt. Besonders gut ist ein windstiller Standort an der Hauswand. Kultivieren kannst Du die Paprika in einem Kübel oder Blumenkasten. Der sollte tief genug sein, damit sich das Wurzelwerk gut ausbreiten kann.

Lavendel

Lavendel bringt Provence-Feeling auf den Stadtbalkon. Die Blüten duften nicht nur wunderbar, sondern schmecken auch so. Essbare Blüten sind im Trend – und wir gehen ihn liebend gerne mit. Lavendeleis, Lavendelgelee, Provence-Risotto: Der Einsatz von Lavendelblüten ist vielfältig. Dabei stellt die Pflanze nicht einmal große Ansprüche. Ein sonniges Plätzchen auf dem Balkon reicht schon aus.

Chili

Der Sommer wird feurig! Denn das südamerikanische Kultgewürz lässt sich in deutschen Gefilden ohne Probleme anbauen und ist obendrein äußerst dekorativ. Ausgesät werden Chilisamen zunächst bei ausreichend Wärme und Feuchtigkeit im Zimmer. Wenn es raus auf den Balkon geht, sollte es schon richtig warm und der Standort möglichst hell sein. Besonders viel Platz brauchen die meisten Chili-Sorten nicht. Übrigens: Es lohnt sich, die Chilipflanze mehrere Jahre zu halten. Denn die Ernte fällt im zweiten Jahr wesentlich üppiger aus als im ersten und manche Sorten wie die beliebte Habanero können viele Jahre alt werden.

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Rose

Rosen sind nicht nur was für Verliebte. Sie verschönern Deinen Balkon und schmecken obendrein besonders aromatisch. Probiere doch mal einen Sommersalat mit Rosenblüten, selbstgemachtes Rosenblütensalz oder eine Rosen-Crème brûlée. Wichtig ist, dass Du nur Rosenblüten für Deine Gerichte verwendest, die sicher nicht behandelt wurden. Am besten also selbst anpflanzen. Dazu brauchst Du einen großen Kübel und eine Rankhilfe. Die Rose liebt es sonnig, aber Hitzestau mag sie gar nicht. Rücke sie deshalb in die Nähe des Balkongeländers, wo sie immer etwas Wind abbekommt.

Tomate

Sommerzeit ist Tomatenzeit! Die beliebten Rotbäckchen dürfen bei den meisten Hobbygärtnern nicht im Garten fehlen. Auch auf Balkonien wachsen und gedeihen Tomaten ganz prima. Man nehme einen Topf, suche ein sonniges Plätzchen und bewässere regelmäßig. So lässt die Ernte nicht lange auf sich warten. Kalt und nass mögen es Tomaten nicht. Daher lieber an die geschützte Hauswand stellen und bei sintflutartigen Regenfällen abdecken.

Zucchini

Jetzt wird’s mediterran! Wer ein bisschen südländisches Flair auf seinen Balkon zaubern möchte, kommt an der Zucchini nicht vorbei. Sie lässt sich ganz einfach im Kübel anpflanzen, ist pflegeleicht und trägt viele Früchte. Die Pflanze mag es warm und sonnig, selbst die Mittagssonne ist für sie kein Problem. Weil die Zucchini viel Hunger und Durst hat, braucht sie ausreichend Wasser und nährstoffreiche Erde. Frost verträgt sie nicht, also erst Mitte Mai auf den Balkon stellen. Viel anfangen kann man nicht nur mit der Frucht, sondern auch mit den Zucchini-Blüten: Sie eignen sich als Deko oder auch zum Verzehr, beispielsweise im Weinteig gebacken.

Zutaten für einen Provenzalischer Gemüseauflauf mit Deinem eigenen Balkongemüse, für 8 Personen
600 g Auberginen
3 Knoblauchzehen
200 ml Olivenöl
600 g Zucchini
600 g rote Paprika
350 g Zwiebeln
3 EL Kräuter der Provence
5 Eier
200 ml Sauerrahm (30 %)
1 TL Paprikapulver
200 g würziger Käse, fein gerieben
50 g Paniermehl
Salz, schwarzer Pfeffer
Mein Balkongarten: Grüne Pracht mitten in der Stadt
  1. Die Knoblauchzehen schälen, in dünne Scheiben schneiden und ins Olivenöl geben. Die Auberginen schälen und das Fruchtfleisch in 2 cm große Würfel schneiden. Die Auberginenwürfel salzen und pfeffern und mit einem Viertel des Knoblauch-Olivenöls marinieren.

  2. Die marinierten Auberginen auf der Einschubebene 3 im Programm „Ober-/Unterhitze“ bei 220 °C für 20 Minuten garen. Die Zucchini in 1 cm dicke Längsscheiben schneiden. Anschließend mit einem weiteren Viertel des Knoblauch-Olivenöls marinieren, dann in der Pfanne kurz und heiß anbraten, salzen und pfeffern.

  3. Die Zwiebeln schälen und würfeln. Die Paprika vom Kerngehäuse befreien und in Stücke von 5 cm x 5 cm schneiden. Die Zwiebelwürfel und Paprikastücke mit dem dritten Viertel des Knoblauch-Olivenöls fast weich dünsten.

  4. Zum Schluss die Kräuter (ca. 2 EL) der Provence zugeben, gut vermengen, mit Salz und Pfeffer würzen und beiseitestellen.

  5. Die Auflaufform mit dem restlichen Knoblauch-Olivenöl auspinseln, die restlichen Kräuter der Provence einstreuen und die Zucchinischeiben rundherum einlegen. Das Paniermehl über die Zucchinischeiben streuen. Nun zuerst die Auberginenwürfel, anschließend die Paprikamischung und obenauf den fein geriebenen Käse verteilen.

  6. Die Eier mit Sauerrahm vermengen, dann mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver abschmecken. Diese Mischung gleichmäßig über das Gemüse geben.

  7. Den Auflauf auf der Einschubebene 2 im Programm „Feuchte Heißluft“ bei 175 °C für 40 Minuten garen.

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