„Ich habe mir immer einen Autopilot-Backofen gewünscht“

AutoSense-Titel

Christoph Walther war dabei, als vor acht Jahren im AEG Werk in Rothenburg ob der Tauber die Geburtsstunde des AutoSense Backofens schlug. Im Interview spricht der Entwickler und heutige Produktmanager über die Technik hinter dem Autopiloten, seine persönlichen Kochkünste und eine vielbenutzte Pizzataste.

– Das Interview –

Herr Walther, wie kommt man auf die Idee, einen vollautomatischen Backofen zu entwickeln?

Unsere Forschungsabteilung in Rothenburg hat sich mit den Kochgewohnheiten der Menschen auseinandergesetzt und versucht herauszufinden, was ihnen fehlt, wo sie ein Problem haben. Dabei ist uns ein Paradoxon aufgefallen: Einerseits erwarten sehr viele beim Kochen ein tolles Ergebnis, andererseits wollen sie wenig Zeit und Aufwand investieren.

Woher rührt dieser Zwiespalt?

Heute stehen Bildung und Karriere im Vordergrund, die Ausbildung im Haushalt tritt zurück. Nicht jeder ist ein Hobbykoch und nutzt seine kostbare Freizeit, um in der Küche Neues auszuprobieren und dazuzulernen. Und doch will man gut essen oder Freunde begeistern. Sicherlich spielen auch die Medien eine Rolle. Die Michelin-Sterneküche im Fernsehen oder tolle Rezepte der Kochblogs erhöhen den Anspruch. Was fehlt, ist die handwerkliche Fähigkeit. Diese Lücke schließt der AutoSense.

Wie viel Zeit haben Sie für die Entwicklung des AutoSense aufgewendet?

Unser Projektteam in Rothenburg hat daran drei Jahre gearbeitet. Wir stehen hier in engem Kontakt mit der Fertigung. Denn der ganze Prozess von der Marktumfrage über die Entwicklung bis zum fertigen Produkt findet vor Ort statt. Etwa zwei Millionen AEG Kochgeräte gehen in Rothenburg pro Jahr vom Band, davon ungefähr 5.000 AutoSense Backöfen. Der AutoSense ist also von der Idee bis zur Umsetzung „Made in Germany“.

Welche Tätigkeiten nimmt der AutoSense dem Koch ab?

Der AutoSense ist eine Art Autopilot. Er bestimmt Backzeit, Beheizungsart und Temperatur im Alleingang. Damit er das Gericht im Backofen berechnen kann, wählt man über das Digitalmenü die Kategorie des Gerichts aus, beispielsweise Pizza, und drückt die OK-Taste. Dann berechnet der AutoSense das Gewicht und schließt auf die richtigen Einstellungen. Diese überprüft er während des Backvorgangs ständig und schaltet sich am Ende von selbst ab. Die Daten für die Berechnungen sind hinterlegt, der AutoSense funktioniert also ein bisschen wie ein Computer.

Zwischenbild

Das klingt nach einem Backofen für Tüftler und Technikfans.

Ganz im Gegenteil. Eigentlich ist das traditionelle Kochen seit der Industrialisierung sehr technisch. Man muss immer die richtige Beheizungsart, Temperatur und Dauer wissen. Mit dem AutoSense ändern wir den Blickwinkel. Er bringt viel Technik mit, um das Kochen zu enttechnisieren, zu vereinfachen und das Lebensmittel wieder in den Mittelpunkt zu rücken.

Sind Sie ein AutoSense Typ?

Total. Ich habe mich auch zu hundert Prozent in unserer Umfrage wiedergefunden. Mir war die Arbeit in der Küche lästig und es nervte mich, wenn mir vieles nicht gelingen wollte. Weil ich mir immer einen Autopilot-Backofen gewünscht habe, war meine Motivation entsprechend groß, solch ein High-Tech-Gerät zu entwickeln. Dass Not erfinderisch macht, kann ich also nur bestätigen.

Auf welche Fähigkeiten des AutoSense sind Sie als Entwickler besonders stolz?

Wir haben einen Backofen entwickelt, der ein ganz einfaches Konzept hat und gerade deshalb so perfekt funktioniert. Mit dem AutoSense Backofen gelingt mir jedes Gericht. Außerdem gefällt mir die Selbstreinigungsfunktion des Backofens. Da brauche ich nicht länger putzen und schrubben. Bei der automatischen Reinigung wird der AutoSense aufgeheizt. Dadurch wird der Schmutz zu Asche und lässt sich mit einem Küchentuch leicht aus dem Ofen wischen.

Welche Einstellung sollte ein AutoSense Besitzer auf jeden Fall ausprobieren?

Die Pizzataste! Das war lange Zeit meine Lieblingstaste. Weil der AutoSense je nach Gewicht meiner selbstgemachten Pizza die richtigen Einstellungen herausfindet, schmeckt die wirklich wie beim Italiener.

Sternekoch Christian Mittermeier schwärmt vom AutoSense. Ist der Backofen also auch was für Profis?

Christian Mittermeier war gegen diesen Backofen – bis er ihn ausprobiert hat. Da hat er gemerkt, dass der AutoSense ihm nichts wegnimmt, sondern ihm den Rücken freihält für die Zubereitung. Also ganz klare Antwort: Der AutoSense ist auch was für Profis.

Und wenn man doch einmal wieder „normal“ kochen möchte?

Den AutoSense kann man ja auch als ganz normalen Backofen verwenden und die Einstellungen selbst wählen. Zu Hause haben wir den AutoSense und den ProCombi Multi-Dampfgarer. Interessanterweise benützt meine Frau, die sehr gut und gerne kocht, fast ausschließlich den AutoSense.

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