Gastbeitrag von minzgrün: Vegetarisches Weihnachtsessen

Weihnachten ist nicht nur das Fest der Liebe, sondern bekanntlich auch die schönste Zeit im Jahr, die wir besinnlich und genussvoll mit Familie und Freunden verbringen. Bei kaum einem anderen Fest treffen wir so viele Vorbereitungen und planen als Gastgeber bereits Wochen vorher das Weihnachtsmenü für unsere Liebsten. Dabei gilt es nicht nur die persönlichen Geschmäcker, sondern auch Ernährungsweisen oder Unverträglichkeiten zu berücksichtigen – was uns schnell vor die ein oder andere Herausforderung stellen kann.

Um auf Nummer sicher zu gehen, gehört für die meisten von uns zu einem klassischen Weihnachtsfest ein deftiger Festtagsbraten. Dabei gibt es köstliche fleischfreie Alternativen, mit denen wir nicht nur Vegetarier an der Tafel beeindrucken können. Oftmals greifen wir als Gastgeber aber mangels kulinarischer Einfälle nur zur bequemen und unkomplizierten Notlösung: den vegetarischen Fleischersatzprodukten. Während wir also an Heiligabend Kartoffelsalat und Wiener Würstchen servieren, können auch fertige, pflanzliche Pendants dazu gereicht werden.

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Auch ein vegetarisches Weihnachtsessen macht glücklich

Beim Gänsebraten klappt das natürlich nicht. Aber warum versucht man eigentlich, ein pflanzliches Produkt optisch und geschmacklich an das tierische Original heranzuführen? Die vegetarische Küche bietet eine wunderbare Vielfalt an kulinarischen Highlights, die großartige natürliche Geschmackskompositionen ermöglichen, bei denen man gern auf industriell gefertigte Ersatzprodukte verzichtet. Schließlich greift man nicht nur als Vegetarier bevorzugt zu selbst – vor allem aber mit Liebe – gemachten Speisen. Häufig schenkt man dann auf dem Teller sogar den (vermeintlich langweiligen) Beilagen wie Klößen oder Rotkraut mehr Aufmerksamkeit, weil sie nach traditionellem Familienrezept zubereitet wurden und nur an den Festtagen serviert werden.

Weihnachten ist also nicht nur die Zeit des gemütlichen Beisammensitzens an einer festlich geschmückten Tafel bei Kerzenschein und Panflötenmusik, sondern auch die des gemeinsamen Hochgenusses, der beim Kochen in der Küche beginnt. Daher mein Tipp: Tauscht Euch mit Euren Gästen über das bevorstehende Weihnachtsmenü aus. Lasst Euch von ihnen inspirieren oder noch besser: Kocht gemeinsam, bevor aus Mangel an Ideen zu industriellen Fertigprodukten gegriffen wird, die mit Gaumenfreude leider nicht viel zu tun haben. Statt Tofu-Würsten können beispielsweise in Haselnusspanade knusprig gebratene Knollensellerie- oder rote Bete-Scheiben und ein leckerer Nuss- oder Linsenbraten serviert werden.

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Weihnachten gemeinsam zu einem kulinarischen Highlight machen

Vorsicht ist allerdings bei einigen Zutaten geboten, die sich erst auf den zweiten Blick als nicht-vegetarisch herausstellen. Häufig wird für die Zubereitung von Suppen, Saucen oder Desserts Gelatine verwendet, das als tierisches Gelier- und Bindemittel somit nicht für Vegetarier geeignet ist. Eine pflanzliche Alternative ist das aus Rotalgen gewonnene Geliermittel Agar Agar oder das aus den gemahlenen Samen des Johannisbrotbaumes hergestellte Johannisbrotkernmehl, das sowohl in kalten als auch warmen Speisen sehr gut löslich ist.

Somit lassen sich traditionelle Köstlichkeiten meist mit wenigen Handgriffen abwandeln, so dass alle Gäste voll auf ihre Kosten kommen und auf nichts verzichten müssen. Ganz nebenbei verbringen wir dann nicht nur gemeinsam Zeit am Esstisch, sondern bereits bei der Kreation von leckeren Gerichten und machen Weihnachten damit zu einem ganz besonderen (kulinarischen) Highlight.

Inspiration für ein vegetarisches Weihnachtsmenü von Sören Anders findest du hier:

Vorspeise: Steinpilz-Cappuccino-Suppe

Hauptgang: Linsen-Maronen-Braten

Nachspeise: Schokoladen-Kardamom-Kuchen mit Mango 

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