Food Trends 2017: Was kommt, was geht

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Burger, Burger, Burger – soweit das Auge reicht. Wie Pilze sind die Burgerbars in den letzten zwei Jahren aus dem Boden geschossen. Monotonie in der City! Ich prognostiziere einem guten Teil dieser Gastromiebetriebe eine Halbwertszeit von maximal zwei weiteren Jahren. Denn wer möchte schon ständig dasselbe auf dem Teller haben? Was stattdessen kommt? Viel Gutes – und das ist doch mal eine schöne Nachricht zum Jahresbeginn!

Sie kamen ganz plötzlich und sind jetzt überall: Burger beherrschen die Speisekarte! Nix gegen einen guten Burger. Ich liebe Burger und habe auf dem Gipfel der Burgermania mit Ramennudeln und Edelrind experimentiert, was das Zeug hält. Aber auch mit Burgern verhält es sich wie mit allem, was wir zu häufig vorgesetzt bekommen: die Sache wird langweilig.

Abwechslung für unseren Gaumen versprechen seit längerem sogenannte Superfoods: Acaibeeren, Chiasamen oder Moringa. Die sollen außerdem sehr gesund sein. Ganze Heerscharen von freien Radikalen fangen sie ein, verlängern unser Leben, machen uns schlank oder jünger oder sogar beides. Ihre beste Zeit haben aber auch sie bereits hinter sich – nachdem mehrere Studien ihren positiven Effekt nicht belegen konnten.

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Etabliert: Fermentieren oder Einmachen

Andere Trends scheinen sich dagegen fest zu etablieren. Dazu zählen Methoden des Haltbarmachens wie zum Beispiel Fermentieren oder Einmachen. Viele Jahre lang galten Einmachgläser als altmodischer Oma-Kram. Dann traten die Protagonisten der „New Nordic Cuisine“ auf den Plan: moderne skandinavische Regionalküche. Prominentestes Beispiel ist der Schwede René Redzepi, der seine Gerichte nicht nur durch eingelegtes Gemüse, sondern auch schon mal mit fermentierten Heuschrecken ergänzt.

Fermentation wurde zum Thema mit hoher Medienpräsenz und ist mittlerweile nicht nur hip, sondern bereits in viele private Küchen zurückgekehrt. Sauerkraut, Rettich, rote Bete und viele andere Lebensmittel werden vergoren oder sauer eingelegt. Ich selber habe mich mit Begeisterung an Kimchi versucht und das Koreakraut mit Garnele und regionaler Kartoffel gekreuzt. Mit phänomenalem Ergebnis!

Meine Prognose: Dieser Trend wird zum Standard. Allerdings wird wohl das Einmachglas schon bald durch den Vakuumierer abgelöst werden. Ganz einfach deshalb, weil diese Methode komfortabler ist. Und besonders komfortabel sind Vakuumierschubladen wie die von AEG , weil diese direkt in die Küchenzeile integriert werden und mit einem einzigen Handgriff verfügbar sind. Ich persönlich freue mich über diesen Trend, ganz einfach, weil er ein Thema unterstützt, das mir schon lange am Herzen liegt: Ethic Food.

Im Kommen: Ethic Food

Ich gebe es zu: Lange galt für mich als Profikoch der Grundsatz „Qualität vor Regionalität“. Mittlerweile aber versuche ich gezielt, beides unter einen Hut zu bekommen. Und werde dafür reich belohnt – mit persönlichen, vertrauensvollen Beziehungen zu den hiesigen Erzeugern. Das macht einfach nur Spaß! Viele sind auf den heimischen Wochenmärkten zu finden und die – auch das ein Trend – nehmen zahlenmäßig von Jahr zu Jahr zu. Häufig in Form von Markthallen, die in anderen Ländern längst gang und gäbe sind.

Ich achte also beim Einkauf auf möglichst kurze Transportwege und artgerechte Aufzucht. Und freue mich jedes Mal diebisch, wenn ich dadurch wieder etwas Neues entdecke. Wie zum Beispiel das Fleisch der alten Txogitxu Rinder, die 12 Jahre lang glücklich als Milchkühe auf der Weide stehen durften. Oder vermeintlich Neues, was aber eigentlich nur in Vergessenheit geraten ist. Wie zum Beispiel Musmehl, das als sogenannter Schwarzer Brei Jahrhunderte lang die Armen auf der Schwäbischen Alb ernährte.

Mit meinem Hang zum Ethic Food – die Herkunft meines Essens zu hinterfragen – befinde ich mich laut Umfragen in bester Gesellschaft: Die ethische Verantwortung gewinnt für viele Menschen an Bedeutung. Wir wollen wissen, was wir essen. Wo und wie das Tier aufgewachsen ist. Ob Kinderarbeit im Spiel ist. Ob Farbstoffe oder andere chemische Zusätze im Essen stecken.

Und das ist doch eine gute, eine geradezu phantastische Entwicklung, nicht wahr? Endlich werden nachhaltig agierende Lebensmittelhersteller und Verkäufer belohnt. Und wir mit einem guten Gefühl! Meine Prognose: Hier steckt noch viel Potenzial für einen wachsenden Markt – denn noch kann sich nicht jeder die tollen Produkte auch leisten!

>> Mein Rezept-Tipp für Ethic Food: Schinken vom Txogitxu auf Weißlacker-Musmehl

– Beiträge und Kommentare –

Kommentare

    • Liebe Abby, natürlich gibt es das. Schau dich doch gerne auf dem Blog um, da findest du einige Rezepte für den Dampfgarer. Wenn du auf der Suche nach einem speziellen Rezept bist, lass es uns wissen. Viele Grüße, dein AEG Team

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