Ente und Gans aus dem Dampfgarer

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Gänse- und Entenbraten gelingen im Dampfgarer um ein Vielfaches besser als im klassischen Backofen. Und das hat erst einmal gar nichts mit Niedrigtemperatur-Garen zu tun. Das nur am Rande, weil nicht jeder unbedingt ein Fan dieser Zubereitungsmethode ist. Deshalb zeige ich heute gleich zwei Wege zum perfekten Federvieh: innen zart und außen kross!

Vermutlich gibt es sogar noch viele weitere Wege, denn: Fragt man fünf Köche, wie man Ente und Gans richtig zubereitet, erhält man mindestens sechs verschiedene Antworten!

Was man aber wissen sollte: Enten sind in ihrer Fleischstruktur immer etwas zarter als Gänse. Deren größerer Körper braucht einfach mehr Muskelkraft, um sich bewegen zu können. Beiden gemein ist jedoch, dass sie nur im geschmorten Zustand richtig gut schmecken. Das bedeutet: Ihre Zubereitung nimmt mehrere Stunden in Anspruch. Zeit, die benötigt wird, damit sich das im Fleisch enthaltene Kollagen – das Bindegewebe, das die Muskelfasern zusammen hält – abbauen und weich werden kann.

In medias res: Zwei Wege zum perfekt knusprigen Gänse- oder Entenbraten

Hat man dies vor Augen, kann es mit der Zubereitung losgehen. Gerne möchte ich Ihnen heute zwei Zubereitungsmöglichkeiten nahelegen, die beide mit demselben Ergebnis enden: Ein knuspriger Braten von traumhafter Zartheit.

Dass ich ein großer Anhänger des Dampfgarens bin und deshalb einen Einbau-Dampfgarer zu Hause habe, ist ein offenes Geheimnis. Und weil es schon unzählige Rezepte für einen Entenbraten im Backofen gibt, aber kaum eines für die Zubereitung im Dampfgarer, hier nun meine persönliche Empfehlung:

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1.Traditionelle Zubereitung von Gans und Ente im Dampfgarer

  • Ente oder Gans auf ein tiefes Backblech setzen und außen herum Röstgemüse (nussgroß geschnittene Stücke von Zwiebeln, Lauch, Sellerie, Karotten und Äpfeln).
  • Braten in den Dampfgarer schieben und garen. Einstellungen für eine 4 kg schwere Gans beim AEG ProCombi: Programm „Feuchtgaren, Feuchtigkeit niedrig“ oder „Intervall-Dampf“ // 170°C // 180 Minuten
    >> Enten garen dagegen bei 180°C, dafür aber nur 120 Minuten
  • Während des Garvorgangs Tomatenmark zum Gemüse geben und immer wieder mit einem kräftigen Schluck guten Rotweins ablöschen – so entsteht die Sauce
  • Gegen Ende der Garzeit das Bratenthermometer schräg in die dickste Stelle der Keule stechen und so lange weitergaren, bis hier eine Temperatur von 82°C angezeigt wird.
  • In den letzten zehn Minuten Programm umstellen auf „Heißluft mit Ringheizkörper“ – so bekommen wir eine goldbraune Knusperhaut
  • Nach dem Braten Gans oder Ente auf eine Platte legen und kurz im Ofen warmstellen.
  • Soße durch ein Sieb in einen kleinen Topf abseihen, aufkochen und abschmecken

2. Zubereitung von Gans und Ente im Dampfgarer mit Niedrigtemperatur-Methode

  • Ente oder Gans auf das Ofengitter setzen und auf Einschubebene 2 in den Dampfgarer schieben. Auf die Einschubebene 1 kommt ein Backblech, das austretendes Fett auffängt.
  • Einstellungen beim AEG ProCombi:
    Programm „Feuchtgaren, Feuchtigkeit niedrig“ oder „Intervall-Dampf“// 78°C (Ente) bzw. 82°C (Gans) // 4 Stunden (Ente) bzw. 5-7 Stunden (Gans)
  • Nach Garzeitende Programm umstellen auf „Heißluftgrillen“ und bei 180°C rundum für 30 – 40 Minuten bräunen
  • In der Zwischenzeit bereiten wir die Sauce zu – ebenfalls mit dem oben beschriebenen Gemüse, das wir jedoch in der Pfanne mit Tomatenmark anrösten. Mit Rotwein ablöschen und mit dem aufgefangenen Fleischsaft und Fett aus dem Backblech im Ofen auffüllen. Gegebenenfalls mit Geflügelfond ergänzen

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Diese avantgardistisch anmutende Zubereitungsmethode ist übrigens meine bevorzugte – sie ist mit Abstand die gelingsicherste und damit vor allem für Perfektionisten genau die richtige. Denn je länger das Geflügelfleisch eine Temperatur von mindestens 75°C hat, desto zarter wird es. Das Kollagen kann so vollständig denaturieren.

In jedem Fall klappt das Ganze am besten mit Dampf – wir Profis schwören jedenfalls schon lange darauf. In diesem Sinne: einen guten Start in die Feiertagssaison! Und: schreiben Sie mir, wie Ihr erster Versuch mit Dampf geklappt hat!

>> Hier geht’s zum Rezept für gefüllte Oldenburger Gans – mit Berberitzen, Paranüssen und Tonkabohne!

– Beiträge und Kommentare –

Kommentare

  1. Super Tipps! Wie würde man eine Orangen-Ente mit Niedrigtemperatur im Dampfgarer zubereiten und welche Beilagen passen am besten dazu?

    • Hallo Claudia, wie du die Ente zubereiten kannst findest du hier im ersten Teil des Rezepts: http://bit.ly/2fhKoUA. Eine klassische Beilage wären Maronen und gebratene Grießschnitten, eine Beilage mit etwas mehr Pepp wären zum Beispiel Nudeln mit rosa Pfeffer (sieht auch toll aus). Eine italienische Variante wären Ofenkartoffeln mit Knoblauch, Thymian oder Salbei oder eine orientalische Beilage wären beispielsweise CousCous und Nüsse aller Art mit nordafrikanischen Gewürzen wie Zatar, Ducca oder Raz el Hanout. Viele Grüße, dein AEG Team

  2. Lothar Zemke

    Guten Tag Herr Mittermeier
    Ich habe dieses Jahr meine Gans zu Weinachten im Dampfgarer bereitet. Sonst habe ich Sie immer über 4 Sd. bei 130°C gegart. Dieses Mal mit Temperatur Feuchtgaren mittel und niedrig bei 85°C mit Temperatursensor.
    Hier meine Erfahrung
    Nach ca, 8 Std hatte die Gans(5Kg) eine innentemperatur von 71″C also habe ich den Ofen angelassen( er schaltet sich ja bei erreichter Temperatur 80°C selbst aus)Am nächsten Morgen also nach 16 Std Garzeit war die Innentemperatur auf 73°C. Aber die Gans war weich. Nach demauskühlen und Wettabschöpfen habe ich Sie dann mit Heißluftgrill ca 20 min bei 200^C kroß gebraten.
    War gemacklich hervorragend. Nur die Zeit und die Innentemperatur hat mich etwas verwirrt. Mir ist auch Aufgefallen, daß ich kein Wasser nachfüllen mußte. Bei anderen Garprozeßen war der Wasserverbrauch größer.
    Was ist hier nicht Richtig gegangen.

    Ansonsten Vielen Dank für die Anregung

  3. Christian Mittermeier

    Hallo Herr Zemke, das hört sich prima an! Freut mich, dass das Ergebnis Ihnen gut gefallen hat. Ihre Fragen kann ich aus der Ferne nur als Vermutung beantworten, ich versuche es mal wie folgt:
    – niedriger Wasserverbrauch: Offensichtlich hatte die Gans genug Eigenfeuchte, sodass die sensorgesteurte Feuchtigkeitsmenge gering war, die vom Multidampfgarer zugegeben wurde. Das macht er automatisch
    – die relativ niedrige Kerntemperatur könnte damit zusammenhängen, dass die Gans recht kalt war als sie geschoben wurde? Kann das sein? Empfehlung, falls Sie die Garzeiten beim nächsten Mal unter gleichen Voraussetzungen verkürzen möchten: In den ersten 30min mit 120°C garen, dann weiterverfahren wie beschrieben.

    Hier ist noch ein kleiner Tipp aus der Profi-Ecke: Ein Rezept halten wir immer so simpel und nachvollziehbar wie möglich. Besser, aber ein bisschen schwieriger zu vermitteln ist eine Garung mit wechselnden Einstellparametern, das sogenannte „multiphase cooking“. Versuchen Sie beim nächsten Mal folgendes: Starten Sie den Garprozess mit 120°C für die ersten 30min, so holen Sie die Gans ein bisschen aus der Kühlschrank-Kälte heraus und kommen schneller in den Temperaturbereich über 70°C, in dem die eigentliche Garung stattfindet. Das verkürzt die Garzeit erheblich bei gleichem Ergebnis.

    Gutes Gelingen!

    Viele Grüße, Christian Mittmereier

    • Lothar Zemke

      Danke für die Auskunft. Wird bei dernächsten Ente oder Puter versucht, Ich gare sehr gerne bei niederen Temperaturen.
      Im übrigen war die Startinnentemperatur 24″C, Macht schon Spaß mit dem Dampfgaren

  4. Sabine Wilke

    Wie verändert sich bitte das Rezept wenn ich nur eine Gänsebrust habe? Mit Knochen oder ohne Knochen garen und welche Kerntemperatur? Ich freu mich auf einen Kommentar da ich den AEG Dampfgarer recht neu habe und noch reichlich am ausprobieren bin. Mal gut aber auch mal weniger gut 😆

    • Christian Mittermeier

      Die meisten Rezepte verlangen ca 1h Garzeit bei 170°C oder 180°C. Nimm einfach Dein Gänsebrust-Lieblingsrezept und übernehme die Temperatur, verkürze dann die Garzeit um 15%, d.h. auf dementsprechend 51min.
      Die Garmethode ist „schmoren“, deshalb in diesem Fall ohne Kerntemperatur-Fühler arbeiten. Ziel ist es, die Gänsebrust weich zu schmoren, d.h. die Temperatur im Inneren sollte für einige Zeit über 70°C liegen.
      Aber viele Wege führen nach Rom: Du kannst auch kerntemperaturgesteuert mit niedriger Temperatur (zB 90°C) schmoren, zum Schluss dann mit 200°C die Brust knusprig backen.

    • Christian Mittermeier

      Servus Manuela, ich reibe die Gans gerne mit einer Mischung aus Meersalz, gemahlenem schwarzen Pfeffer und Paprikapulver ein, bevor ich sie gare. Das Salz hilft, dass die Haut schön knusprig wird. Und das Paprikapulver wird beim Braten schön golden braun. Gewürzalternativen, jeweils als gemahlenes oder geschrotetes Gewürz zu verwenden: Fenchel und Koriander. Lieblingskraut zur Gans, gerne zur Füllung verwenden: Beifuss.

  5. Wolfgang Walther

    Hallo Herr Mittermeier ich grüße Sie und natütrlich habe ich eine Frage möglicherweise auch mehrere. Ich habe meinen AEG Dampfgarer schon ein paar Jahre aber noch nie eine Gans darin zubereitet. Dieses Jaht will ich es aber wissen und die Sache angehen. In meiner beigefügten wird Infabraten für Geflügel empfohlen. Ist das okay ? Zweite Frage es gibt ein Fleischprogramm auch für Geflügel. Da kann man genau das Fleischgewicht eingeben und danach wird die Garzeit festgelegt. Man wird sogar auf das Drehen der Gans nach einer Zeit im Display hingewiesen. Ich weis aber gar nicht genau was bei diesem Fleischprogramm eigentlich passiert ? Muss man da auch Wasser einfüllen und läuft das über Intervall-Dampfgaren oder welche Methode wird da eigentlich verwendet. Wenn man das Programm eingestellt hat kann man ja nichts mehr beienflussen.
    Sonst würde ich auf die von Ihnen als avantgardistisch anmutende Zubereitungsmethode zurückgreifen.
    Schon mal danke im voraus.

    • Christian Mittermeier

      Servus, die AEG Dampfbacköfen ermöglichen unterschiedliche Herangehensweisen:

      a) eine manuelle Einstellung von Ofenfunktion, Temperatur und Dauer. Diese Einstellung kann natürlich auch während des Garprozesses geändert bzw angepasst werden. So koche ich, weil ich genügend Erfahrung habe und von Anfang an eine feste Vorstellung, was ich wie erreichen möchte. Dies entspricht der ersten im Beitrag beschriebenen Methode.

      b) die Automatik-Programme. Die kann ich wählen, wenn ich das Kommando ganz dem Dampfbackofen überlassen möchte. Das ist sozusagen der Modus „Autopilot“. In der Steuerung des Geräts ist hinterlegt, mit welcher Einstellung der Dampfbackofen arbeitet

      c) die SousVide Funktion für gradgenaues Garen bei niedrigen Temperaturen. Das geht auch ohne Dampf und ohne Vakuumbeutel, dauert dann ganz einfach entsprechend länger (die zweite im Beitrag beschriebene Methode). Das ist dann Niedertemperaturgaren.

      alle drei Wege führen nach Rom 😉

      ich persönlich mag sehr die SousVide-Methode bzw in diesem Fall das Garen bei niedrigen Temperaturen. Und bin mir sicher, dass unsere Vorfahren, die natürlich traditionell und mit viel höheren Temperaturen gekocht und gebacken haben, vor Freude gehüpft wären, hätten sie schon damals, als die traditionellen Rezepturen entstanden sind, über Geräte verfügen können, die gradgenau arbeiten. Wir können das heute, und wie beschrieben nutze ich diese Möglichkeiten gerne.

      Sind die Fragen damit beantwortet?

      • Wolfgang Walther

        Hallo Herr Mittermeier,
        ich bedanke mich für die ausführliche Antwort und werde nun die Variante 2 wählen für den Weihnachtsbraten. Ich hoffe Sie hatten nach der Mitternachtsantwort noch einen erholsamen Schlaf. Nochmals ganz lieben Dank.

  6. Christa Treiber

    Guten Morgen, kann man die Gans auch in einem normalen Miele Dampfgarer vorgaren? Und dann noch im Backofen? Welche Garzeiten würden Sie empfehlen? Vielen Dank im voraus
    Christa Treiber

    • Christian Mittermeier

      Hallo Christa, hier bei GESCHMACKSSACHEN geht´s um AEG Dampfbacköfen. Die können dämpfen, und auch backen und braten mit Dampf. Miele baut auch tolle Geräte, allerdings dürfte es selbsterklärend sein, dass ich auf dieser Seite zu einem Miele Gerät keine Auskunft geben kann.

  7. Simone Aßmuth

    Guten Tag Herr Mittermeier,
    Ich habe sehr wohlwollend gelesen das hier spezielle Fragen zum Thema Gänsebraten gestellt werden. Meinen tollen AEG Dampfgarer habe ich schon 2 Jahre, aber noch nie eine Ganz ausprobiert.
    Aber in diesem Jahr! Die Möglichkeit des langsamen Garen gefällt mir am besten, jedoch würde ich das gern am Vortag durchführen. Kann man das Knusprig Braten dann auch am nächsten Tag machen? Der Garprozess wäre dann unterbrochen, jedoch weniger stressig.
    Gute Vorbereitung ist mir wichtig.
    Danke für Ihre Meinung.
    Freundliche Grüße
    Simone Aßmuth

  8. Christian Mittermeier

    Hallo, gute Vorbereitung ist für eine stressfreie Zubereigung essentiell! Denn: die Vorbereitung, in unserem Küchen-Französisch „mis en place“ genannt, ermöglicht bei der Ferigstellung, seine Ressourcen und möglichst wenige, nur notwendige Details zu focussieren. Die Gans kann vorgegart werden, es macht ihr auch nichts aus, wenn sie danach ein wenig abkühlt und ad hoc fertiggebraten wird. Allerdings sollte sie nicht kälter als „handwarm“ werden. Wird sie wieder ganz kalt, dann verändert sie beim wieder aufwärmen ihren Geschmack und schmeckt im wahrsten Sinne des Wortes „aufgewärmt“. Also: Vorgaren ist ok, aber am besten tagsüber zur Verwendung am Abend, weniger am Vortag.

  9. wie lange brauchen Entenkeulen?? Niedergaren gefällt mir, Sauce ist schon fertig
    Danke im Vorraus für die Antwort

    • Christian Mittermeier

      Hallo Monika, Entenkeulen brauchen bei 170°C in der Ofenfunktion Feuchtgaren, Feuchtigkeit niedrig, je nach ihrer Größe 70-90 min. So wie es unterschiedlich große Entenbrüste im Handel gibt (zumeist sortiert nach m/w), so unterschiedlich groß sind natürlich auch die Keulen.
      „gutes Gelingen“ wünscht Christian

        • Christian Mittermeier

          zum kroß backen am besten die Kombination aus Grill und Heißluft verwenden. Viel Vergnügen und gutes Gelingen wünscht Christian

  10. Lieber Herr Mittermeier, liebe Community,
    das Rezept mit der Niedriggarmethode hört sich richtig gut an und ich möchte es gerne ausprobieren. Kann ich auch eine gefüllte Ente, entweder mit nur einer Orange oder einer kompletten Füllung mit der Niedrigdgarmethode machen? Vielen Dank im Voraus und beste Grüsse

    • Christian Mittermeier

      Hi Izabela,
      klar, das funktioniert sogar ganz wunderbar! Kleiner Tip: die Temperatur der Füllung würde ich kurz vor Fertigstellung nochmal mithilfe der Kerntemperatursonde prüfen. Je nach Füllung halte ich 70°C (nur Orange) bis 78°C (Semmelfüllung mit Ei, Innereien etc) für optimal.
      enjoy! lieber Gruß, Christian

  11. Romy Kirsten

    Hallo Herr Mittermeier,
    Ich hätte da mal eine Frage zur zweiten Variante.
    Möchte die gern am 1. Feiertag zubereiten.
    Allerdings muss ich da ja schon sehr zeitig anfangen.
    Gibt es eine Möglichkeit, einen Teil schon einen Tag vorher zu machen?
    Gruß Romy

    • Christian Mittermeier

      Servus Romy, die komplette Vorbereitung kann am Vortag erledigt werden. Das einzige, was ich dabei weglassen würde, ist Salz. Denn roh und gesalzen kann u.U. das Geflügelfleisch rot werden, das ist dann ein Pökel-Effekt. Das Salz kann ja kurz vor der Zubereitung noch zugegeben werden. Das eigentliche Braten würde ich tatsächlich erst am Tag vornehmen, an dem es gegessen wird. Was da hilft, wenn die Zeit knapp ist, ist ein ganz einfacher Trick: zwischen den beiden Methoden „traditionell mit hoher Temperatur“ und „Niedertemperaturgaren“ gibt es ja den Mittelweg: eine Zubereitung bei ca 130-140°C, das funktioniert auch supergut. die Temperatur wird dann lediglich in der letzten Phase auf ca 180°C erhöht, damit das Geflügel knusprig wird. Die beiden beschriebenen Methoden (mit hoher und niedriger Temperatur) sind recht gegensätzlich, aber viele Wege führen nach Rom 😉
      lieber Gruß, Christian

  12. Hallo Herr Mittermeier,

    Ich würde gerne dieses Jahr die Gans nach der 2. Methode garen. Sie wird ca 6,5 kg wiegen- was meinen sie wie lange sie garen muss? Und wie bestimmt ich das Ende der Garzeit? Auch per Bratenthermomether?
    Vielen Dank!
    Antonia

    • Christian Mittermeier

      Hi Antonia, 6,5kg ist schon ein ganz schöner Brummer, da empfehle ich Dir die 7h Gardauer. Eine Kerntemperatursonde bringt in diesem Fall nichts, halte für die 2. beschriebene Methode einfach die 7h ein. Kleiner Zusatztip: ob die Gans zartgeschmort ist prüfe ich durch Druck mit dem Daumen auf die Keule. Das ist aber nur eine Selbstvergewisserung, denn nach 7h bei 82°C bleibt dem Ganserl gar nichts anderes übrig als schön zart zu sein 😉
      enjoy! und gib Bescheid ob´s gut gelungen ist! schöner Gruß, Christian

      • Hallo Christian,
        Vielen Dank für die Antwort!
        Leider hatte ich doch etwas weniger Zeit und mich für die erste Methode entschieden- diese ist sehr gut gelungen, die Gans war sehr zart und hat allen geschmeckt!
        LG, Antonia

  13. Hallo Herr Mittermeier,
    was mir bei der zweiten Garmethode etwas Kopfzerbrechen macht:
    Wenn ich die Gans gute 7 Stunden im Ofen hatte (ich kann ja zur Sicherheit zusätzlich ein Thermometer einstecken, um zu sehen, ob die Temperatur bei 82 Grad liegt) und stelle dann um auf 180 Grad Heißluft: Wird die Gans dann nicht überragt bzw. ändert sich dann nicht die Struktur? Ich könnte mir denken, dass die Temperatur des Fleisches dann weiter ansteigt?
    Oder bin ich da zu pingelig?
    Herzlichen Dank im Voraus und noch eine schöne Vorweihnachtszeit.

    Udo

    • Christian Mittermeier

      Servus Udo, die 82°C dienen der Garung. Kollagen wird ab(bzw um-)gebaut, die Gans wird zart und saftig. Ein zusätzliches Thermometer benötigst Du nicht, der AEG Dampfbackofen tut, was er sagt 😉
      die 180°C werden nur vergleichsweise sehr kurz benötigt, um die Haut knusprig zu bekommen. Dabei findet kein nennenswerter Wärmeübertrag statt. Bevor die Haut knusprig wird, verdampft zuerst sämtliches Wasser aus der Haut. Dabei entsteht ein „Kühl“-Effekt, sodass nicht besonders viel Wärmeenergie in die Gans vordringt. Probier´s aus und berichte über das Ergebnis! Gutes Gelingen wünscht Christian

      • Christian, besten Dank.
        Gestern knapp 5 kg Gans in diesem Verfahren gebacken 😉 (fast 7 Stunden, die erste halbe Stunde aber auf 120 Grad).
        Perfekt. Während des Grillvorgangs am Ende der Garzeit fiel das Fleisch schon fast alleine vom Flügel herunter.
        Die Haut super und der ganze Vogel war ein Gedicht.
        Herzlichen Dank für die tollen Tipps und ein schönes Weihnachtsfest.
        Udo

        • Christian Mittermeier

          hey, das freut mich sehr! Wie schön, wenn die Tips aus „Geschmackssachen“ zu tollen Erfolgen führen. Genau das ist´s, was mir an dieser Arbeit Freude bereitet! Vielen Dank, Udo, für Deine Rückmeldung und auf bald!
          Christian

  14. Silvia Negele

    Hallo Herr Mittermeier,
    wir möchten im AEG Kombidampfgarer 3 Gänsebrüste zubereiten, wenn wir allerdings nicht die Einstellung über VarioGuide wählen, welche Einstellung wäre die beste? Ofenfunktion, Temperatur, Dauer? Das Fleisch sollte saftig und die Haut knusprig sein. Freuen uns über Antwort, da der Weihnachtscountdown läuft …

    • Christian Mittermeier

      hui, ich hoffe, meine Antwort kommt noch rechtzeitig. Die selbe Frage gab´s hier schonmal vor ein paar Wochen (s.o.), hab´s Dir nochmal hier kopiert:
      Die meisten Rezepte verlangen ca 1h Garzeit bei 170°C oder 180°C. Nimm einfach Dein Gänsebrust-Lieblingsrezept und übernehme die Temperatur, verkürze dann die Garzeit um 15%, d.h. auf dementsprechend 51min.
      Die Garmethode ist „schmoren“, deshalb in diesem Fall ohne Kerntemperatur-Fühler arbeiten. Ziel ist es, die Gänsebrust weich zu schmoren, d.h. die Temperatur im Inneren sollte für einige Zeit über 70°C liegen.
      Aber viele Wege führen nach Rom: Du kannst auch kerntemperaturgesteuert mit niedriger Temperatur (zB 90°C) schmoren, zum Schluss dann mit 200°C die Brust knusprig backen.

      –> beide Methoden sind analog zu den beiden Varianten der Zubereitung von Ente und Gans im Text zu verstehen. Also einmal klassisch und einmal modern mit niedriger Temperatur.
      Viel Erfolg und gib Bescheid, ob´s gut gelungen ist!

      • Silvia Negele

        Hallo,
        also die Gänsebrüste (mit Knochen) haben etwas länger gedauert, erst mit Intervalldampf, dann knusprig backen insgesamt ca. 1,5 Stunden, wären aber zart, saftig und die Haut knusprig! Perfekt gelungen, würde ich sagen! Danke für die Hilfe!
        Heute gab es Schweinefilet im Blätterteig, ebenfalls mit Intervalldampf gegart und zugleich knusprig gebacken – auch perfekt!

  15. Oh Hilfe, bräuchte bitte noch vor Weihnachten die Dampfgarer-Einstellung für meine 3 Gänsebrüste…. Intervall-Dampf + ? Dankeschön

  16. Christof Grabher

    Hallo,

    Das funktioniert wohl auch mit einer Pute (5 Kg), oder gibt es dort besonderes zu beachten?

    • Genau, habe hier auch eine 3kg Pute. Würde mich auch interessieren ob hier die selben Daten und Zeiten gelten.

    • Christian Mittermeier

      Servus Christof, das Rezept funktioniert für die Pute genau gleich. Weil eine Pute tendentiell um einiges magerer ist als eine Gans, schütze ich gerne die Brust mit ein paar aufgelegten Scheiben geräuchertem Bauchspeck. enjoy!

    • Christian Mittermeier

      Servus Christof, Servus Marco,
      meine Antwort findet Ihr unter Marco´s Frage (eins weiter unten). Ihr könnt die Gänse- und Entenangaben analog der Gewichstklasse einfach übernehmen. Viel Vergnügen und ein tolles Weihnachtsfest! Würde mich darüber freuen wenn Ihr schreibt, wie´s geworden ist!

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