Dampfgaren mit der Tajine

Bei den sommerlichen Temperaturen ist in der deutschen Gastronomie gerne mal wieder verstärkt das Wörtchen „mediterran“ zu sehen – egal ob beim Metzger oder auf der Speisekarte. Was mich daran stört? Dass der Begriff in der Regel mit italienischer Küche gleichgesetzt wird. Was aber ist mit Afrika, das ja im Norden bekanntermaßen ebenfalls ans Mittelmeer grenzt?

Echte Genießer wissen längst, worauf ich hinaus will: Nämlich dass Einflüsse der nordafrikanischen Küche – also von der südlichen Seite des Mittelmeers – hierzulande eine immer größere Rolle spielen. Finde ich prima, denn unglaublich viele spannende Zutaten und bisher kaum gekannte Zubereitungsmethoden bereichern peu à peu unseren Speiseplan.

Meine ganz persönliche afrikanische Lieblingsentdeckung ist übrigens die Tajine, die so ähnlich wie ein Römertopf funktioniert und auch aus Ton gefertigt ist. Bei der Speisenzubereitung wird zunächst der untere Teil mit den Zutaten gefüllt, dann wird das Ganze ins Feuer gestellt und mit einem kegelförmigen Deckel verschlossen. Gegart wird mit Dampf. Der entsteht im inneren der Tajine sowohl durch zugefügte Flüssigkeit wie auch durch die Eigenfeuchte der Zutaten. Die Aromen vermählen sich und ergeben einen Geschmack, der nur durch diese spezielle Zubereitungsart zu erzielen ist.

Um mit der Tajine richtig umzugehen braucht es eine gewisse Erfahrung mit Garzeiten und Temperaturen. Übung macht hier den Meister – das gilt sogar für mich.
Tipp: Wesentlich bequemer – und doch in der Wirkungsweise gleich – funktionieren Tajine-Rezepte einem Multi-Dampfgarer wie dem AEG ProCombi. Beispiel Lammschulter. Deren Zubereitung im INTERVALL-Dampfgarprogramm bei 130°C bekommt jeder hin, es ist wirklich kinderleicht! Rezept poste ich gleich nach – einfach mal ausprobieren!

Hier geht´s zum Rezept

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