Christian Mittermeier und Stefan Marquard im IFA-Spitzenkoch-Spotlight

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Christian Mittermeier und Stefan Marquard kochten beide an der IFA in den AEG Showküchen und agierten beim AEG Blogger-Kochduell am Sonntag auch als Juroren. Bevor es mit dem Kochduell – welches hoffentlich alle via Livestream verfolgt haben – los ging, habe ich den beiden Spitzenköchen – ähnlich meiner Blogger-Spotlights – je 5 Fragen gestellt.

Christian, warum bist du Koch geworden?

Das Gastronomen-Gen liegt bei uns in der Familie. Ich wollte mit 16 eine Koch-Ausbildung in einem Haus machen, aber die nahmen Lehrlinge erst ab 18 Jahren, so habe ich vorher eine Metzgerlehre gemacht und anschliessend doch auch noch die Kochlehre in dem Haus.

Du bist hier an der IFA der AEG Sous Vide Botschafter, warum sollten auch wir zu Hause diese Kochtechnik anwenden?

Die Methode bringt unglaubliche Vorteile mit sich. Es ist die präziseste und schonendste Art zu kochen. Die Parameter Zeit und Temperatur kann man bei der Zubereitung genau justieren. Die gradgenaue Garung ermöglicht ein stressfreies Kochen und durch das Vakuum gibt es kaum Garverluste. Ausserdem ist eine perfekte Lagerung möglich, denn dank der Versiegelung treten keine unerwünschten Geschmacksveränderungen durch Sauerstoff auf.

Ich habe gesehen du brätst auf der IFA auch das perfekte Steak. Wie hast du deine Rezepte für die IFA Kochshow ausgewählt?

Mir ist es wichtig, dass die Rezepte haushaltstauglich sind, das heisst jedermann sie nachkochen kann und man die Zutaten auch im Einzelhandel finden kann.

Du warst ja auch Juror beim Kochduell, worauf hast du beim Bewerten besonders geachtet?

Kreativität beim Kochen, der Geschmack und die Arbeitsweise und wie sauber und präzise gearbeitet wird. Ausserdem gucke ich, ob Lust und Freude beim Kochen dabei sind.

Welche Tipps gibst du Hobbyköchen wie uns?

Lasst euch beim Kochen nicht an der falschen Stelle verrückt machen. Es muss nicht immer Sterneküche sein. Habt den Mut und das Selbstbewusstsein auch einfache Rezepte mit guten Produkten zu kochen. Ein selbstgemachtes Fischstäbchen kann besser schmecken als ein kompliziertes Menu, bei dem das Scheitern bei der Zubereitung eventuell schon vorprogrammiert ist. Lasst das Produkt für sich sprechen. Kochen soll schmecken und Freude machen.

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Stefan warum bist du Koch geworden?

Ich wollte eigentlich Treppenbauer oder Elektriker werden. Ich war aber, ich sag es mal so – in der Schule nicht der Fleissigste. Ich wusste nicht genau was ich machen sollte, meine Mutter meinte, Kind werde Koch das ist krisensicher. Das war schon damals ziemlich schwierig ohne mittlere Reife. Im besten Haus Würzburgs traf ich den Koch und sagte ihm, dass ich sehr gerne Koch werden würde, aber dass mich keiner will. Ich war damals unter 18. Man musste aber 18 sein um eine Kochausbildung anfangen zu können. Er bot mir an als Liftboy zu arbeiten und dann die Kochausbildung zu machen. Als ich mit diesem Angebot zu Hause ankam hiess es, Junge ein Jahr rumgammeln geht gar nicht. So habe ich für 3 Jahre eine Metzgerausbildung gemacht und dann noch 1 ½ Jahre Koch. Mit 18 Jahren hatte ich so in der gleichen Zeit bereits 2 Berufe.

Wie hast du deine Rezepte für die IFA Kochshow ausgewählt? Worauf musstest du da achten?

Ich mache da keine Rezepte, ich koche Dinge die die Menschen interessieren. Zum Beispiel das perfekte Gemüse oder ich zeige wie man saftiges Geschnetzeltes brät, das immer noch 70 % der Saftigkeit beibehält. Einfach Dinge, die den Alltag schneller, einfacher, gesünder und um Klassen besser machen.

Du warst ja auch Juror beim Kochduell, worauf hast du beim Bewerten besonders geachtet?

Ich hab mich schon sehr darauf gefreut. Nr. 1 Geschmack, dann Optik, und Kreativität. (Beim Duell haben Stefan und Christian die Reihenfolge geändert. Geschmack immer noch Nummer 1 aber Kreativität vor Optik.)

Welche Tipps gibst du Hobbyköchen wie uns?

Die Wertschätzung und Gewichtung von Lebensmittel. Eine Zwiebel ist genauso wichtig wie ein Wagyu-Filet. Man sollte auch immer wieder alles in Frage stellen. Es ist nichts in Stein gemeisselt. Weiterbilden und auf dem Laufenden bleiben. Es gibt viele interessante Gebiete, wie zum Beispiel was man anstelle von Zucker verwenden kann oder in Sachen Öl – man kann mal eine Olivenölproben mit verschiedenen Ölen machen. Es gibt ganz viele tolle Sachen. Das A und O ist aber immer der Respekt vor den Lebensmitteln.

Was wärst du wenn es den Beruf des Kochs nicht gäbe?

Musiker. Ich möchte so gerne ein Instrument richtig beherrschen. Ich spiele Gitarre, ich würde sie gerne besser spielen können. Musik und Kochen sind für mich ein und dasselbe, eine Inspirationsquelle.

Christian, du hast zwar deine 5 Fragen schon beantwortet, aber ich möchte trotzdem auch dich noch fragen: Was wärst du wenn es den Beruf des Kochs nicht gäbe?

Ich würde den Beruf Koch erfinden.

Danke lieber Christian und Stefan, dass ihr euch die Zeit für das Beantworten der Fragen genommen habt. Das Kochduell hat übrigens ganz viel Spass gemacht und ihr wart zwei tolle Juroren. Danke auch dafür.

Wer den Blogger-Kochduell-Livestream verpasst hat, es gibt demnächst einen Zusammenschnitt hier auf Geschmackssachen.

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